Fotojagd im Urwald - Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe

Meine Fotojagd nach bestem Licht in Düsseldorf-Urdenbach. Erkunde die Urdenbacher Kämpe mit mir. Dieser Ort ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde.

In Urdenbach treffen Geschichte, Kultur und Natur aufeinander.

Während unserer Vorbereitungen und der Tour selbst lernten wir viele Facetten von dem südlichsten Stadtteil Düsseldorfs kennen – das hat unsere Tour wirklich bereichert. Interessant zu wissen war, dass Urdenbach von seinen Bewohnern liebevoll als „Dorf mit Herz“ genannt wird. Obwohl es keine Landwirtschaft mehr betrieben wird, herrscht trotzdem der ursprüngliche dörfliche Charakter. Und das ist der Grund, wieso man sich hier wohl und heimisch fühlt.

Die Straßennamen geben ebenso die Auskunft über die Handwerkerberufe, die das Dorf damals geprägt haben. Zum Beispiel – die Töpferstraße. Sogar Zar Peter der Große ließ seine Leute in Urdenbach das Töpferbacken lernen. Die Lage am Rhein und der Ittermündung hat die wirtschaftliche Entwicklung des Ortes besonders beeinflusst – vor allem das Hochwasser im Jahr 1374 und in Folge die Veränderung des Rheinlaufs. Mit dem dadurch entstandenen natürlichen Hafen ist Urdenbach zu einem wichtigen Handelszentrum geworden. Im 16 Jahrhundert gab es in Urdenbach sogar ein eigenes und selbstständiges Gericht – dieser Fakt verweist auf eine besondere Bedeutung des Ortes. Das alte Gerichtsgebäude in der Urdenbacher Dorfstraße 46/48 gibt es immer noch zu sehen!

Das heutige Urdenbach führt auch aktuell ein aktives und ereignisvolles Leben, welches aber permanent von der langjährigen Geschichte dieses Ortes geprägt wird.

Sonnenuntergang in Urdenbach fotografieren

Die Urdenbacher Kämpen sind ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturfreunde. Die meisten Wandertouren starten am Urdenbacher Schützenplatz, sogenannten Piels Loch, das seinen Namen dem landwirtschaftlichen Betrieb Piel in der Urdenbacher Dorfstraße 53 verdankt. Dieser Platz dient zugleich nicht nur als Festplatz, wo beim jährlichen Erntedankfest „Blotschenball“ getanzt, Kirmes aufgebaut und Martinsfeuer im November abgebrannt wird, sondern auch als gute Parkgelegenheit für alle Gäste. Um zu diesem Startplatz zu kommen, wird es sehr schwierig, an all den Baudenkmalen einfach so vorbeizufahren. Auch wenn man nur zum Naturgenießen kommt, wird man trotzdem immer wieder von diesem historischen Flair mitgezogen.

Mittendrin im Naturschutzgebiet stößt man auf das Haus Bürgel. Bereits im 1. Jahrhundert siedelten hier die römischen Soldaten, damals noch auf der linken Seite vom Rhein. Im 4. Jahrhundert erbauten sie ein Kastell, dessen Überreste und noch andere Funde aus römischer Zeit im archäologischen Museum Haus Bürgel zu entdecken sind. Im Februar 1992 wurde hier die biologische Station Haus Bürgel eröffnet, die sich für Arten- und Biotopschutz sowie Umweltbildung im Kreis Mettmann und Düsseldorf einsetzt. Die beiden Einrichtungen bieten regelmäßig ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein an – vor allem - die biologische Station feiert 2017 ihr 25-jähriges Jubiläum. Am 21. Mai 2017 wird hier wie bei den Römern gebacken. Wir werden auf keinen Fall es verpassen und freuen uns schon auf das frisch gebackene Brot nach echten Römertraditionen!

Ganz wichtig zu erwähnen ist, dass Urdenbach auch ein wichtiger Kunstpunkt ist. Unser Lieblingskunstwerk ist der „Ahornsamen“ des Urdenbacher Künstlers, Julius Wimmer. Wenn man aus Benrath nach Urdenbach über Urdenbacher Allee läuft, fühlt man sich von ihm begrüßt und in die mit Natur und Geschichte verbundene Urdenbacher Welt eingeladen. Man kann ebenso an dem Atelier von Herrn Wimmer in der Gänsestraße 27 vorbeilaufen und seine weitere Kunstkonstruktionen im kleinen Schaufenster bewundern.